Mittwoch, 10. Oktober 2012

Kurt Masur bestätigt: "Ich bin seit Jahren an Parkinson erkrankt"
Star-Dirigent will nach Sturz während eines
Konzerts weitermachen: "Musik zu machen ist mein Leben"

Kurt Masur 2007 in San Francisco
Der Dirigent Kurt Masur ist bereits seit einigen Jahren an Morbus Parkinson erkrankt; ein Sprecher des Leipziger Gewandhauses bestätigte, dass das Orchester ein Schreiben Masurs erhalten habe, in dem der Star-Dirigent über die Krankheit informierte.

In dem persönlichen Brief Masurs, der als langjähriger Gewandhauskapellmeister bekannt geworden war, hieß es, er habe sich "nach reiflicher Überlegung entschlossen, offiziell bekannt zu geben, dass er seit einigen Jahren an Parkinson erkrankt" sei. Über die Erkrankung Masurs war bereits vor einiger Zeit in einem Internet-Blog spekuliert worden. Masur betonte jetzt, er sei "in bester medizinischer Behandlung". Der 85-jährige kündigte an, er werde alle Konzerte wie geplant absolvieren.

Im April dieses Jahres hatte der Star-Dirigent einen Unfall in Paris, wo er im Théâtre des Champs-Elysées während eines Konzerts stürzte und sich das Schulterblatt brach. Nach einigen Monaten der Genesung stand Masur im Juli wieder auf dem Podium.

"Musik zu machen ist mein Leben, und ich betrachte es als großes Privileg und tiefe Freude, in der Lage zu sein, mit dem fortzufahren, was ich am meisten liebe", schrieb Masur jetzt. "Meine Familie und ich danken Ihnen für Ihre Unterstützung und Ihr Verständnis."

jos




Donnerstag, 4. Oktober 2012

Die gute Nachricht zum Welttierschutztag
Sanitäter dürfen Schweine nicht zum "Üben" quälen

Heute (4. Oktober) ist Welttierschutztag. Dazu kam die gute Nachricht aus Thüringen (die zunächst einmal eine ganz üble Nachricht war:) Rettungssanitäter werden nach einem Bericht der Nachrichtenagentur dpa nun doch nicht die Behandlung schwerer Verletzungen, an lebendigen Schweinen üben dürfen.

In einem Verfahren vor dem Verwaltungsgericht Gera zog eine Firma aus Ronneburg ihre Klage gegen das Land Thüringen zurück. Die Landesregierung hatte den Plan des Unternehmens, verboten. Die Firma wollte dieses Verbot zunächst gerichtlich aufheben lassen

Die Firma wollte Schweinen unter Narkose Schuss- und Stichverletzungen, aber auch Amputationen zugefügt werden. Rettungssanitäter sollten dann an den schwerst verletzten Tierung die Behandlung üben. In dem Verfahren vor dem Verwaltungsgericht Gera deutete sich an, dass die Firma mit ihrer Klage keine Chance hatte. Über den Tierschutzgedanken hinaus bezweifelten Gutachter den Nutzen der Tierquälerei..

Als das Gericht zu erkennen gab, dass es sich dieser Ansicht anschließen werde, zog die Firma die Klage zurück. Bisher gab es solche Übungen für Sanitäter nicht. Ärzte üben nach Angaben aus dem Verfahren an lebenden Schweinen gelegentlich Beatmungstechniken.

jos


Sonntag, 16. September 2012

Tag der Gehörlosen in Braunschweig
Für Rechte der Tauben und Schwerhörigen - nicht nur auf dem Papier

Grafik: Gehörlosenverband Niedersachsen
Für ihre Rechte und gegen vermeidbare Barrieren demonstrierten in Braunschweig mehrere hundert Gehörlos und Schwerhörige vor dem Schloss. Im Foyer des ECE-Einkaufszentrumzentrums im Schloss informierten sie am Tag der Gehörlosen über die stille Welt der Gehörlosen, über ihre Sprache, über Bildungschancen und neue Wege.

Eingeladen zum Tag der Gehörlosen hatte der Gehörlosenverband Niedersachsen und der Allgemeine Gehörlosenverein von 1886 zu Braunschweig. Der Braunschweiger Gehörlosenverein stellte die vielfältigen Angebote seines Sozial- und Kulturzentrums für Hörgeschädigte am Leonhardplatz in Braunschweig vor. Auf der Aktionsfläche des Einkaufszentrum präsentierte sich auch das Braunschweiger Landesbildungszentrum für Hörgeschädigte als überregionales niedersächsisches Kompetenzzentrum.

Unübersehbar startete der "Tag der Gehörlosen 2012 mit einem " SignMob" – einem Flashmob mit Gebärdensprache auf dem Schlossplatz .Anschließend zogen die Teilnehmer mit Transparenten durch die Innenstadt. Zentrale Forderungen der Gehörlosen:

  • Das Recht auf Bildung - in unserer Sprache, der Gebärdensprache
  • Internet barrierefrei - mit Gebärdensprach-Videos
  • Gesellschaftliche Teilhabe - für taube Menschen ohne Gebärdensprach-Dolmetscher unmöglich
  • Einrichtung von Notrufen per SMS und Email
  • Faxnotrufnummern über die 112
  • 100 Prozent Untertitelung im Fernsehen

Sandra Alpert, Geschäftsführerin des Gehörlosenverbandes, betonte in einem Bericht der "Braunschweiger Zeitung, Anliegen der Gehörlosen sei die Möglichkeit eines selbstbestimmten, selbstverantwortlichen und gleichberechtigten Lebens. Ein lebenswertes Leben sei nur frei von Diskriminierung möglich.

Bundesweit gibt es ca. 80.000 gehörlose Menschen. Der Tag der Gehörlosen ist ein internationaler Gedenktag, der 1951 von der World Federation of the Deaf (WFD - Weltverband der Gehörlosen) ins Leben gerufen. In Deutschland wird er seit Mitte der 70er Jahre begangen.

jos



Freitag, 7. September 2012

chronischLEBEN Aktuell / Kurznachrichten vom 07.09.12
Abbau-Forderung - Helmpflicht - Perfekter Gauß



Textversion:

Weniger ist mehr

Immer mehr Transplantationszentren - und weniger Spenderorgane: Das provoziert geradezu Manipulationen bei der Verteilung der Organe. Der Chef der Barmer GEK, Christoph Straub, fordert deshalb, einen drastischen Abbau von derzeit 44 auf nur noch 15 bis 20 Transplantationszentren. Der Vorstandsvorsitzende der größten deutschen Krankenkasse kritisiert: "Wir haben schlicht zu wenige Organe und zu viele Transplantationszentren."


Der nächste Verdächtige
Im Regensburger Organspende-Skandal wird gegen einen weiteren Verdächtigen ermittelt. Nach Hinweisen aus Göttingen, wo gegen einen früheren Regensburger Chirurgen wegen Manipulationen von Krankenakten und des Verdachts der fahrlässigen Tötung ermittelt wird, steht jetzt auch der ehemalige Regensburger Chefarzt der Chirurgie im Fokus der Ermittlungen. Eine arabischsprachige Internetseite der Uniklinik Regensburg spielt bei den neuen Ermittlungen wahrscheinlich eine zentrale Rolle.

Helm auf beim Rad-Ritt 

Orthopäden und Unfallchirurgen fordern eine allgemeine Helm­pflicht für Fahrradfahrer, insbesondere für solche mit zusätzlichem Elektromotor. Sogenannte E-Bikes und Pedelecs werden vor allem bei älteren Menschen und Behinderten immer beliebter. Insgesamt sind laut der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) etwa 900.000 E-Bikes und Pedelecs auf deutschen Straßen unterwegs. DGU-Präsi­dent Christoph Josten warnt davor, dass bei Geschwindigkeiten von 45 Stunden­kilometern Unfälle schwere Folgen haben. Bisherige Crashtests zeigten, dass es zu lebensgefährlichen Verletzun­gen vorwiegend am Kopf kommen könne. Da es noch keine speziellen Schutzhelme für elektronische Fahrräder gibt, raten die Fachgesellschaften bei Pedelecs bis zu 25 km/h zu Fahrradhelmen und bei E-Bikes bis zu 45 km/h sogar zu Motorradhelmen.


Der perfekte Gauck

Für amüsiertes bis ungläubiges Kopfschütteln sorgte Bundespräsident Joachim Gauck mit einem - wie er wohl meinte - wohlwollenden Kommentar zu den Paralympics: "Es ist für mich noch faszinierender, diesen Mut dieser Menschen zu sehen, dieses Ja zu einem Leben, das nicht perfekt ist“, lobte Gauck pastoral-herablassend im ZDF.

jos

Montag, 13. August 2012

chronischLEBEN Aktuell / Kurznachrichten vom 13.08.12
Praxisgebühr - Korruptionsvorwurf - Organspende-Skandal




Textversion:

Berlin. Die Abschaffung der Praxisgebühr hat der Chef der Techniker Krankenkasse, Dr. Jens Baas, gefordert. Er betonte in einem Bericht der "Bild am Sonntag", es gebe keinen Grund, den Kranken sinnlos in die Tasche zu greifen. Die Praxisgebühr, so Baas wörtlich, sei "schlicht ein Ärgernis sowohl für Kranke als auch für Ärzte".

Demgegenüber machte sich der Bundesverband der Arbeitgeberverbände (BDA) für eine Praxisgebühr von fünf Euro pro Arztbesuch stark. Die Gebühr, so der BDA, sei " Teil des Arzthonorars".

New York. Der weltgrößte Pharmakonzern Pfizer hat die Zahlung von 60 Millionen Dollar (48 Millionen Euro) Strafe akzeptiert, um den Vorwurf der Korruption im Ausland auszuräumen. Es geht unter anderem um Schmiergeldzahlungen in Bulgarien, Kroatien, Kasachstan und Russland. Vorgeworfen wird dem Pharma-Riesen von der US-Börsenaufsicht auch Korruption in China, Tschechien, Italien und Serbien.


Berlin. Regelmäßige Kontrollen von Organtransplantationen durch „eine staatliche, demokratisch legitimierte Institution, auf die die Politik Zugriff hat“ fordert der geschäftsführende Vorstand der Deutschen Hospizstiftung, Eugen Brysch. Eine Umfrage ergab mittlerweile, dass das Vertrauen in das Organspendewesen infolge des Skandals gelitten hat. 45 Prozent der Bundesbürger haben nach Bekanntwerden der Skandale Bedenken, sich als Organspender zur Verfügung zu stellen. Lediglich 30 Prozent gaben noch an, sich als Organspender zur Verfügung stellen zu wollen. Vor Bekanntwerden der Unregelmäßigkeiten hatten noch rund zwei Drittel angegeben, dass sie sich prinzipiell vorstellen könnten, ein Organ zu spenden.

Montag, 6. August 2012

chronischLEBEN Aktuell
Kurznachrichten vom 06.08.12 (Multimedia)

Zurzeit experimentiere ich mit neuen Formen der Berichterstattung in chronoischLEBEN. Wenn die hier erstmals vorgestellten  aktuellen Kurznachrichten im Video- und Textformat angenommen werden, plane ich diese Kurznachrichten etwa zwei- bis dreimal pro Woche zu veröffentlichen. Täglich ist das nicht zu sachaffen: Der Arbeitsaufwand ist mit den nicht professionellen Mitteln(Programmen), die mir hier für die Videoproduktion zur Verfügung stehen, einfach zu groß. Hier die erste Ausgabe:


TEXTVERSION 


Berlin/Göttingen/Regensburg. Im Transplantationsskandal schließt Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr mittlerweile Gesetzesänderungen nicht mehr aus. "Wenn wir zu dem Schluss kommen, dass Lücken im Gesetz die Manipulationen erleichtert oder begünstigt haben, müssen wir handeln" zitieren die Dortmunder "Ruhr Nachrichten" den Minister. Über die weitere Entwicklung im Organspende-Skandal berichtet chronischLEBEN demnächst wieder ausführlich.

Bad Homburg. Amerikanische Anwälte des Bad Homburger Pharma-Unternehmens Fresenius Kabi haben den dänischen Wissenschaftler Prof. Andres Perner unter Duck gesetzt. Sie drohten massive rechtliche Schritte an, wenn Perner eine im "New England Journal of Medicine" veröffentlichte Studie nicht korrigiere. Diese Studie kommt zu dem Schluss, dass Sepsis-Patienten, bei denen ein Teil des Flüssigkeitsverlusts durch das von Fresenius Kabi vermarktete künstliche Blutplasma HES ausgeglichen wird, signifikant ein höheres Sterberisiko haben als solche, die eine isotonische Lösung erhielten. HES gilt als gewinnbringender Blockbuster.


KÖLN Vor falschen Hoffnungen warnt das Kompetenzzentrum Stammzellforschung Nordrhein-Westfalen Ärzte und Patienten auf seiner neuen Website. Informiert wird sowohl über erprobte als auch fragwürdige Stammzelltherapien. Mittlerweile verkaufen weltweit mehr als 100 Kliniken ungeprüfte Stammzellen-Therapien an schwerkranke Patienten. Zu erreichen ist die Internetseite unter der Adresse: www.stammzellen.nrw.de KOBLENZ Vor dem angeblich "rein pflanzlichen" Potenzmittel "Golden Root Complex" hwarnt Das Landesuntersuchungsamt (LUA) in Koblenz Das LUA hat nach eigenen Angaben in den blauen Kapseln den Viagra®-Wirkstoff Sildenafil in einer sehr hohen Dosierung nachgewiesen. Sildenafil sei auf der Verpackung aber nicht deklariert. Die unwissentliche Einnahme des Potenzmittels könne äußerst gefährlich sein.

jos

Dienstag, 12. Juni 2012

Zitat des Tages
Margarete Mitscherlich: "Die Lust am Denken ist mir geblieben"

Die Psychoanalytikerin und Frauenrechtlerin Margarete Mitscherlich-Nielsen ist heute im Alter von 94 Jahren verstorben. Ihr letztes Buch veröffentlichte sie mit 93 Jahren: "Die Radikalität des Alters.

Zum Buch-Thema sagte sie in einem Interview: "Vielleicht ist diese Radikalität jetzt noch etwas schlimmer geworden. Denn man habe im Alter ja nichts anderes mehr zu tun als nachzudenken."

Der körperlichen Gebrechlichkeit hielt sie bis zum Schluss entgegen: "Die Lust am Denken ist mir geblieben".

Ein weiterer Gedanke der großen Dame der Psychoannalyse:

"Am Alter ist radikal, dass man anders lebt, wenn man keine Zukunft mehr hat, wenn man weiß, dass es alles nur noch ein paar Jahre dauert. Manche wären froh, wenn die Jahre sich nicht allzu lange hinauszögern, weil es immer schwieriger wird, mit seinem Körper zurechtzukommen, wenn man alt wird. Man ist gezwungen, sich klarzumachen, was einem noch wichtig ist und was nicht."

Und noch ein typischer Mitscherlich-Satz:
"Wenn Sie anfangen, eine unfreundliche alte Hexe zu werden, dann wird das Leben schwierig“







Donnerstag, 31. Mai 2012

Plädoyer der Anklage im Eppendorf-Prozess um Epilepsie-Unfallfahrer
Staatsanwaltschaft fordert fast vier Jahre
Freiheitsstrafe und lebenslanges Fahrverbot

Fast vier Jahre Haft hat heute die Staatsanwaltschaft für den an Epilepsie erkrankten Autofahrer gefordert, Der im Märzt vergangenen Jahres einen epileptischen Anfall am Steuer seines Autos erlitt, in eine Fußgängergruppe raste und dabei vier Menschen tötete, unter ihnen den Schauspieler Dietmar Mues und dessen Ehefrau. Neben der hohen Freiheitsstrafe forderte die Staatsanwaltschaft in ihrem heutigen Plädoyer ein lebenslanges Fahrverbot für den Unfallfahrer.

Zwar leugnet der Angeklagte nach wie vor, Epileptiker zu sein; die Anklage sieht es jedoch aufgrund zahlreicher Zeugenaussagen und Sachverständigengutachten als erwiesen an, dass er von seiner Krankheit wusste. Er selbst gab vor Gericht an, dass er seit sieben Jahre Medikamente gegen Epilepsie nimmt .

Arbeitskollegen berichteten vor Gericht über zahlreiche Krampfanfälle, und mehrere Ärzte hatten ihm in den Jahren vor dem dramatischen Unfall, bei dem auch der Sozialwissenschafter Günter Amendt und die Künstlerin Angela Kurrer getötet wurden, Epilepsie diagnostiziert. Bereits zuvor hatte der Mann allerdings drei Unfälle verursacht, bei denen Krampfanfälle eine Rolle gespielt haben sollen.

Staatsanwältin Sinja Sternsdorff sprach in ihrem heutigen Plädoyer von "höchstem Maß an Pflichtwidrigkeit" und Rücksichtslosigkeit des Unfallfahrers, der vier Menschen getötet hat.

Das Urteil in dem Prozess wird für kommenden Dienstag erwartet.

jos

Dienstag, 2. August 2011

Drogen und Parkinson
Speed- und Ice-Konsum erhöhen
das Parkinson-Risiko um 75 Prozent

Sex, Rock, Rollator - no problem. Drugs wie Speed oder Ice
können allerdings das Parkinson-Risiko erheblich erhöhen.
Wer regelmäßig Drogen wie Speed, Ice oder Crystal konsumiert geht ein hohes Risiko ein, an Parkinson zu erkranken. Diese Aufputschmittel, die Amphetamine oder Amphetamin-ähnliche Stoffe enthalten, standen schon länger im Verdacht, Parkinson auszulösen. Jetzt legten kanadische Mediziner in einer Langzeitstudie Beweise vor.

Mittwoch, 27. Juli 2011

Revision gegen Transplantationsmediziner zurückgewiesen
Behandlung erst nach "freiwiligen Spenden":
Bestechlicher Chefarzt muss seine Haftstrafe antreten

Weil er nach Überzeugung des Landgerichts Essen zeitnahe Therapien schwerstkranker Patienten von als Spenden getarnten Geldzahlungen abhängig gemacht hatte, muss Christoph Broelsch, einer der bekanntesten Transplantationschirurgen Deutschlands, eine dreijährige Haftstrafe antreten. Der Bundesgerichtshof Karlsruhe hat jetzt die von der Verteidigung des Mediziners eingelegte Revision zurückgewiesen.

Dienstag, 26. Juli 2011

Krankenhaus-Report der Barmer GEK schlägt Alarm
Depression ist Volkskrankheit
Zahl der Kranken mehr als verdoppelt

Depressionen und andere psychische Erkrankungen sind Volkskankheiten geworden. Der Krankenhausreeport der Barmer GEK schägt Alarm: 2010 mussten mehr als doppelt so viele Menschen wegen Depressionen im Krankenhaus behandelt werden als zehn Jahre zuvor. Der Zuwachs lage bei 117 Prozent. Verschärft wird diese Entwicklung noch durch die nach wie vor hohe Rückfallquote bei depressiven Erkrankungen.

Freitag, 15. Juli 2011

Aktuelles BGH-Urteil erweitert Pfändungsschutz für Behinderte
Autos von Behinderten mit dem Kennzeichen "G" im
Schwerbehindertenausweis dürfen nicht mehr gepfändet werden

Das Merkzeichen "G" im Schwerbehindertenausweis schützt
nach Ansicht des Bundesgerichtshofs vor der 
Pfändung
des Autos von Gehbehinderten
Autos gehbehinderter verschuldeter Menschen dürfen nicht gepfändet werden, wenn die Pfändung ihre Eingliederung in das öffentliche Leben wesentlich erleichtert“, heißt es in einem am Freitag, 15. Juli 2011, veröffentlichten Urteil des Karlsruher Bundesgerichtshofs (BGH). Mit dieser Grundsatzentscheidung erweiterte das Gericht den bereits bisher bestehenden Schutz vor Zwangsvollstreckungen von außergewöhnlich Behinderten auf nunmehr alle Gehbehinderten mit dem Merkzeichen "G" im Schwerbehindertenausweis.

Donnerstag, 7. Juli 2011

Bundestag für begrenzte Zulassung der PID
Mitbestimmung für schwerbehinderte Eltern möglich

Über alle Parteigrenzen hinweg hat heute eine Mehrheit der Bundestagsabgeordneten in dritter Lesung einer begrenzten Zulassung der Präimplantationsdiagnostik (PID) zugestimmt. Künftig dürfen Paare die Methode nutzen, wenn auf Grund ihrer genetischen Veranlagung eine schwerwiegende Erbkrankheit beim Kind oder eine Tot- oder Fehlgeburt wahrscheinlich ist.

Freitag, 1. Juli 2011

Marketing makaber:
Super-Sommer füllt Auftragsbücher und Kühlkammern der Bestatter

Der Hochsommer verspricht den Bestattern volle Auftragsbücher und überfüllte Kühlkammern für die stille Kundschaft. Ein wenig makaber klingt sie schon, die Marktanalyse, die ein großer Bestatterverbund jetzt ins Internet stellte.

Mittwoch, 22. Juni 2011

In eigener Sache: Blog wird noch übersichtlicher

In eigener Sache: Das Blog chronischLEBEN wird noch übersichtlicher und präsentiert sich seinen Besucherinnen und Besuchern  "handlicher" - ein kleines Stück mehr Barrierefreiheit" (von der totalen sind wir aber weiterhin weit entfernt).

Dienstag, 21. Juni 2011

Orientierungslos mit dem Rollator
auf der Landstraße unterwegs - niemand hilft

Behindert und orientierungslos auf einer vielbefahrenen Landstraße in der Suüdheide unterwegs war eine 79jährige Frau mit ihrem Rollator. Die Autofahrer reagiertenalles andere als behindertenfreundlich: Niemand hielt an und half der Frau. Immerhin griffen einige aber wenigstens zum Handy und riefen die Polizei an.

Die amtlichen Freunde und Helfer kamen noch rechtzeitig. Sie brachten die behinderte Frau, die sich bei ihrem Ausflug ständig in Lebensgefahr befand, sicher in ihren Heimatort zurück.

jos



Samstag, 4. Juni 2011

Neues Angebot im Blog: Mit Podcast-Abonnement immer
die neusten chronischLEBEN-Audios auf dem heimischen Computer

RSS (Podcast)-Logo
Das Blog chronischLEBEN bietet seit seiner Gründung vor einem Jahr bewusst multimediale Inhalte an. Neben der weitgefassten fotografischen Umsetzung von Themen rund um das Leben mit chronischen Krankheiten biete ich vor allem die Kolumnen, Glossen und Komentare mit meiner ganz persönlichen, gern auch (ver)queren Sicht der Dinge in gesprochener Version als Audios an.

Donnerstag, 19. Mai 2011

Richtigstellung: PAoL-Administrator Jens Holwas‘ Behauptung
über Vereinbarungsbruch durch Norbert Maas ist sachlich falsch

Einer der Verantwortlichen im Sinne des Medienrechts des Forums PAoL, Administrator Jens Holwas („atlan“), behauptet heute in einem öffentlich zugänglichen Thread des Forums „PAoL“, ich hätte als Herausgeber des Blogs chronischLEBEN eine Vereinbarung zwschen der PAoL-Vorsitzenden Hanne Schäfer und mir gebrochen.

Mittwoch, 18. Mai 2011

chronischLEBEN in eigener Sache: Anonyme Kommentare
nur noch mit zumindest erkennbaren sachlichen Inhalten

Liebe Leserinnen,
liebe Leser,

seit Gründung des Blogs chronischLEBEN häufen sich anonyme Zuschriften, in denen es ausschließlich um persönliche Beleidigungen und Verleumdungen aus der untersten Schublade geht. Bisher habe ich diese Schmierereien aus der Mobbing-Werkstatt stets veröffentlicht - solange nicht Dritte, sondern ausschließlich ich selbst Ziel dieser persönlichen Verunglimpfungen war. Ich werde diese Praxis ändern.

Donnerstag, 5. Mai 2011

Kleine Geschenke oder Bestechung? Großer BGH-Strafsenat
soll über fragwürdige Praxis in Arzt-Praxen entscheiden

Wenn der seriös gekleidete Vertreter in der Arztpraxis mal eben schnell zwischen umsatzträchtigen Privatpatienten und dem Kassenvolk ins Sprechzimmer gebeten wird – dann bedeutet das für die Kundschaft im Wartezimmer nicht nur noch längere Wartezeiten als ohnehin schon: Möglicherweise wird ihnen der Doc ihres Vertrauens dann demnächst allerlei Firlefanz andrehen, der nicht unbedingt zu ihrem Besten ist. Der 3. Strafsenat des Bundesgerichtshofs in Karlsruhe will diesem Treiben rechtlichen Einhalt gebieten.